Ablauf:
Nach ca. 20 bis 30-minütigem Aufstieg erreichen wir den
Eingang der Höhle; nach kurzer Rast und Überprüfung
unserer Ausrüstung (Helm, Carbid- oder Stirnlampe, Höhlenanzug,
Seil, bei Bedarf Klettergurt) steigen wir in die Höhle ein.
Die Höhlenbegehung dauert ca. 1,5 Stunden:
Bei einer Höhlenbegehung (eigentlich „befährt“ man
Höhlen) taucht man in eine völlig fremde, unbekannte
Welt ein: Nur im Schein unserer Carbid- und Stirnlampen können
wir den Weg sehen. Klettern, Abseilen, am Hosenboden rutschen;
so bewegt man sich in einer Höhle fort. Je nach Witterung
kann es auch vorkommen, dass die Höhle Wasser führt
und wir durch kniehohes Wasser waten müssen.
In der Höhle erfährt man die Stille und absolute Ruhe
im Inneren eines Berges.
Es gibt kein Licht, es ist so dunkel,
dass der Begriff Dunkelheit selbst an Bedeutung verliert. Man
sieht die Hand vor Augen nicht – es gibt keine Unterschiede
mehr. Ohne Licht kein Raum – Der Strahl der Stirnlampe
erzeugt den Raum, wandert er weiter, verschwindet das soeben
angestrahlte wieder ins nichts. Die Zeit in der Höhle scheint
still zu stehen, sie nimmt den schnelllebigen Menschen auf und
gibt ihm durch die Stille eine Vorstellung von Dauer – eine
Höhlenbegehung ist eine Zeitreise.

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